Grüße aus der Schlaffreien-Zone oder warum ich das Laufen so vermisse

Nach all dem Chaos und den letzten nur knappen Buchrezensionen, wird es Zeit sich mit einem privaten Beitrag zu melden, vor allem wo das kleine Füchschen tief und fest (und vor allem alleine) schläft.

Die letzten Tage und Wochen waren gezeichnet von Schlafmangel (keine Überraschung) und Schmerzen. Gerne hätte ich ja eine spontane Geburt gehabt am Ende war es dann aber ein Kaiserschnitt mit Not-Narkose. Die Folgen haben mich nicht nur psychisch sondern auch physisch sehr mitgenommen. Stolz bin ich aber darauf, dass es ganz ohne Schmerzmittel ging. Schlimm wurde es erst zuhause. Das Füchschen ist rehct groß und schwer und das Trepp auf und Trepp ab, oft ganz alleine, war und ist noch sehr anstrengend.

In der zweiten Woche kam dann noch Fieber dazu. Ich war am verzweifeln und vor allem am Zweifeln an mir. Wie sollte ich das alles allein schaffen? Mein Körper streikte und dann die ständige Heulerei (Hierzu schreibe ich gerne mal, wenn ich es vom Kopf her schaffe, ich denke nämlich das es wichtig ist das zu teilen, anderen muss es genauso gehen und man sollte sich nicht dafür schämen) Mehr den je vermisste ich das, was mir in allen großen und kleinen Krisen geholfen hatte: das Laufen.

Run Girl Run

Ich war nie die UltraLäuferin. Nie besonders schnell und habe auch nur an zwei Stadtläufen teilgenommen (und das waren nicht die längsten Strecken) Mein persönliches Highlight hatte ich letztes Jahr geschafft, 11 km am Stück auf einer Unwohlstrecke. Das Laufen sorgte dafür, dass ich mich körperlich Wohl fühlte und komplett abschalten konnte. 30 Minuten nur für mich. Ohne Haustiere, Beziehung, Arbeit und Gedankenkarussel. Nur Ich, die Atmung und die Straße oder Feldweg.

In der Schwangerschaft habe ich solange wie möglich weitergelaufen (Siehe hierzu auch Instagram @Laufverrueckt … den habe ich neu bzw wieder angelegt als ich schwanger wurde, manch einer kennt ihn sicher noch von früher 😉 ) ab der 32 Woche war schluss. Es wird sicher noch Monate dauern bis ich wieder Laufen kann und ich werde es vermissen. Mein Ausgleich zu allem.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Meine Zwangspause verlängert sich zwar, was aber nicht heißt, dass ich untätig bleiben möchte. Nächste Woche habe ich einen Termin bei meiner Frauenärztin und bin gespannt ob ich mit der Rückbildung anfangen kann. Danach folgt wieder Yoga und Krafttraining. Ein gutes Grundgerüst ist die halbe Miete für ein gutes Lauftraining. Auch die Theorie möchte ich mir mehr aneignen und jap LESEN gehört dazu. Ich bin sehr gespannt wie das wird. Ziele sind wichtig aber das Füchschen steht an erster Stelle.

Die kleine Seele braucht mich, aber mich ganz vergessen will ich auch nicht.

und irgendwann ist er alt genug und dann kann ich auch wieder zum Kung Fu…

Alles Schritt für Schritt

Wer eine Inspiration sucht, schau bei Amazon Prime vorbei Brittany runs a Marathon ist einer meiner Lieblings-Wohlfühl-Filme zum Thema

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2 Kommentare zu „Grüße aus der Schlaffreien-Zone oder warum ich das Laufen so vermisse

  1. Erstmal: Glückwunsch zum Nachwuchs. Von den Nebenwirkungen erzählen die glücklichen Eltern nach 20 Jahren eher nichts – ein Hinweis darauf, dass auch dies vorübergehen wird. Das mit dem Laufen kommt wieder, alles zu seiner Zeit. Mir hat Schreiben oft geholfen, vielleicht klappt das ja auch bei Dir, jedenfalls wünsche ich Dir das. Jedenfalls lese ich Deinen Blog immer gerne. Viel Kraft weiterhin, die Freude kommt von ganz alleine… Tom

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