Bridgerton – wenn Jane Austen auf Sex and the City und Gossip Girl trifft

Es wird gehypt, und zwar so sehr, dass Netflix nur wenige Wochen nach dem Start der ersten Staffel die zweite schon bestätigt hat. Ungewöhnlich in einer Zeit, in der Serien gerne nach einer Staffel abgesetzt werden. Gute Serien. Kunstvolle Serien, Serien mit Tiefgang.
Und dann kam Bridgerton und oh du meine Güte ich wollte Sie nicht sehen. Der Trailer wirkte wie eine Jane Austen Parodie und von expliziten Sexszenen gibt es ja mehr als genug in anderen Serien.
ABER ich habe sie vor einigen Wochen gesehen und ich habe sie, bis auf einzelne Folgen die ich einfach vorgespult habe, durch gesuchtet.

Warum? Eben weil es diesen Jane Austen Charme hat und ein wenig an Stolz & Vorurteil erinnert, eines meiner Lieblingsgeschichten, die sich sogar ganz knapp vor Harry Potter einreiht. (Aber wirklich nur ganz knapp)

Ganz, kann ich den Hype aber nicht nachvollziehen. (Fakt: Bridgerton ist die erfolgreichste Netflix Produktion und hat Stranger Things vom Thron geworfen)
Die Story ist vorhersehbar , die Charaktere ohne Tiefgang und Motivation der Handlungen Platt und triebgesteuert.

Worum geht es?

Zitat Wikipedia: Die Serie begleitet die fiktiven Persönlichkeiten der Londoner High Society durch die Ballsaison des Jahres 1813. Dabei hängt der Rang der Debütantinnen ab von dem Urteil der britischen Königin und dem Klatsch der geheimnisvollen Lady Whistledown. Die älteste Tochter der Familie Bridgerton, Daphne, begibt sich zum ersten Mal auf den Heiratsmarkt und die Suche nach einem Gatten. Mit Simon Basset, Duke of Hastings, der eigentlich geschworen hat, nicht zu heiraten, schließt Daphne den Pakt, eine Romanze vorzutäuschen, aus der sich schließlich echte Gefühle entwickeln.

Gut? Ja, Nein, Vielleicht

Warum mochte ich die Serie also? Nun es war ihr Charme, die platten Charaktere waren charmant und so herrlich naiv, dass es schon wieder realistisch war in einer Zeit in der junge Frauen wirklich eiskalt in ihre Hochzeitsnacht entlassen wurden, so unschuldig und rein und dumm was Sex angeht.
Ich mochte Elois und ich liebe Penny, von Anfang an dachte ich daran dass letztere Lady Whistledown (das Ergebnis wird natürlich nicht verraten. Es gibt viele die in die Rolle passen und alle hatte ich zwischendurch in Verdacht)
Die Kostüme und das Setting sind ein wahrer Eye-Candy. Und natürlich wimmelt es von schönen Menschen.
Doch da ist noch etwas, der Familienzusammenhalt der Bridgertons, unterhaltsam und wohlig, man sieht einfach gerne zu.

Dann aber ist das, was mich schon bei so vielen anderen Serien stört: die exzessive Darstellung sexueller Handlungen. Ich bin ein Kind der 90er, als in Serien noch kein halber Porno gezeigt werden musste, um Spannung aufzubauen. Oder sehe ich es falsch? Wenn ich eine ganze Folge lang die Flitterwochen der Hauptprotagonisten verfolgen wollen würde, bin ich schon sehr nah an einem Softporno, den ich stattdessen anschauen könnte.

Bridgerton vereinigt den Erfolg großer Frauenserien und daher kommt sicher sein Erfolg. Ich bleibe weiterhin mit einem zwiegespaltenen Verhältnis zurück. Es ist nettes Bügelfernsehen. Mit guter Musik (Ich mag es allgemein wenn Popsongs mit klassischen Instrumenten neu interpretiert werden) und einer wundervollen Inszenierung die man bildschön betrachten kann.

Wie ging es dir mit Bridergton – Hast du die Serie gesehen?

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